2006 / Nr. 14


TERRORANSCHLÄGE IN DEUTSCHLAND?

Die Mehrheit ist besorgt

      

Allensbach am Bodensee, Mitte Oktober 2006. - Die Furcht vor Terroranschlägen in Deutschland ist zur Zeit größer als je zuvor. 61 Prozent der Bevölkerung befürchten, daß auch Deutschland zur Zielscheibe des internationalen Terrorismus werden könnte. Nach den Anschlägen in New York im September 2001 und in Madrid im März 2004 hatten sich diese Befürchtungen jeweils im Abstand von Monaten langsam wieder gelegt. Erst seit der dritten terroristischen Großattacke auf den Westen, dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn 2004, ist die Furcht zum Kontinuum geworden. Der Terrorismus macht um Deutschland keinen Bogen. Das haben in diesem Sommer die mißlungenen Anschläge auf Regionalzüge klargemacht. Auch wenn die Anschläge mißlungen sind, haben sie offensichtlich dazu beigetragen, daß in Deutschland die Terrorangst zwischen Mai und September auf einen vorläufigen Höhepunkt angestiegen ist.

 

 

 

Die Mehrheit der Bevölkerung (58 Prozent) hat seit längerem den Eindruck, daß Terroristen in Deutschland besonders gut untertauchen können, daß es für Attentäter hier besonders leicht ist, unerkannt zu leben. "Es müßte mehr getan werden, um Terroranschläge zu verhindern", fordern 46 Prozent. Vor einem Jahr meinten das erst 37 Prozent.

Auch wenn die meisten nicht daran glauben, daß es irgendwie möglich ist, den islamischen Terrorismus in den Griff zu bekommen, hält man es durchaus für sinnvoll, bestehende Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken oder ganz neue Sicherheitsvorkehrungen zu entwickeln. 69 Prozent befürworten deshalb eine stärkere Videoüberwachung der Bahnhöfe, 42 Prozent sind überzeugt, daß bewaffnetes Sicherheitspersonal in den Zügen den Bahnkunden mehr Sicherheit als bisher gewährleisten würde.

 

 

 

 
TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION
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2028

Gesamtdeutschland,
Bevölkerung ab 16 Jahre

1. bis 13. September 2006

7093

  


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