|
2005 / Nr. 5
|
|||||||
|
|||||||
| Allensbach am Bodensee, Ende März 2005 - Der Schiedsrichterskandal in Deutschland, der mit den betrügerischen Machenschaften des Schiedsrichters Robert Hoyzer begann, hat nach und nach immer weitere Kreise gezogen. Der Deutsche Fußballbund (DFB) beteuert , daß es sich alles in allem nur um Einzelfälle handelt.
Davon ist auch der größere Teil der Bevölkerung (46 Prozent) überzeugt. Allerdings befürchtet doch fast jeder dritte aus der Bevölkerung (32 Prozent), daß es sich über die bisher bekannt gewordenen Manipulationen von Spielergebnissen hinaus nicht nur um Einzelfälle handelt, vielmehr: "daß Bestechung unter Schiedsrichtern im deutschen Fußball weit verbreitet" ist.
Die Fußballfans sind bislang aber weit davon entfernt, sich durch den derzeitigen Schiedsrichterskandal die Freude am Fußball rauben zu lassen. Auf die Frage, ob ihre Fußballbegeisterung durch diesen Skandal geringer geworden ist, betonen die allermeisten (88 Prozent), daß das nicht der Fall sei. Nur bei 9 Prozent ist die Freude am Fußball durch diese unsportlichen Machenschaften auf dem Rasen getrübt.
Wenn es um Korruption in Deutschland geht, betrachtet die Bevölkerung insgesamt die Korruption auf dem Fußballfeld oder generell im Sport eher als ein kleineres Problem. 42 Prozent sind überzeugt, daß Korruption vor allem in der Politik angesiedelt ist; 26 Prozent sehen darin vor allem ein Problem der Wirtschaft; nur 8 Prozent verbinden Korruption vor allem mit dem Sport.
|
|||||||