2002 / Nr. 22


HANDY - HAT BALD JEDER EINES?

Technische Innovationen sorgen weiterhin für Marktdynamik

Allensbach am Bodensee, Mitte November 2002 - Immer mehr Menschen in Deutschland besitzen ein Handy. Während vor zwei Jahren erst 46 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 64 Jahren mit Handy ausgestattet waren, sind es inzwischen 71 Prozent. Die Zahl derjenigen, die sich demnächst ein Handy anschaffen wollen, ist mit 31 Prozent auf hohem Niveau stabil.

 

 

Der Handymarkt mit seinen schnell aufeinanderfolgenden technischen Innovationen gewinnt seine Dynamik längst nicht mehr nur durch Erstanschaffungen. Das Anspruchsniveau der Nutzer steigt und fokussiert sich. Es sorgt dafür, daß alte Handys immer wieder durch neue ersetzt werden.

Besonders wichtig ist den Verbrauchern die benutzerfreundliche Handhabung, also daß das Handy einfach zu bedienen ist. Auch eine lange Akkuzeit und das geringe Gewicht sind hervorragende Kaufargumente. Immer wichtiger wird sowohl bei Erstkauf als auch bei Ersatzanschaffung, daß das Handy über Vibrationsalarm und vielfältige Zusatzfunktionen wie Uhrzeit, Kalender, Wecker, Taschenrechner oder Adreßbuch verfügt. Der Vibrationsalarm ist für 38 Prozent ein Kaufkriterium (1999: 18 Prozent). Der Anteil an potentiellen Käufern, die auf eine Vielzahl von Zusatzfunktionen Wert legen, hat sich in den letzten Jahren von 10 auf 31 Prozent mehr als verdreifacht. Auf eingebaute Spiele legen zwar nur 13 Prozent der 14- bis 64jährigen Bevölkerung großen Wert. Aber es sind vor allem die Jüngeren, also jene Zielgruppen, die dem Handymarkt in der Vergangenheit hohe Zuwachsraten bescherten, die die Spielefunktionen ihres Handys nutzen und bei einer eventuellen Neuanschaffung besonders beachten.

 

Kaufkriterien bei Handys

Darauf achte ich besonders:
  Bevölkerung insgesamt
- Auszug - 1999
%
2002
%
Einfache Bedienung 59 66
Lange Akkuzeit 55 61
Günstiger Preis 51 57
Geringes Gewicht 45 53
Gute Tastatur 40 51
Hohe Tonqualität 44 41
Geringe Größe 34 39
Vibrationssignal 18 38
Gutes Design 24 34
Vertragslaufzeiten, daß man sich nicht so lange binden muß 42 31
Vielfältige Zusatzfunktionen wie z.B. Uhrzeit, Kalender, Wecker, Taschenrechner, Adreßbuch 10 31
Den Hersteller, daß es ein bekannter Hersteller ist 21 28
Spielefunktionen, eingebaute Spiele 4 13
Basis: Bundesrepublik Deutschland; 14- bis 64jährige Bevölkerung
Quelle: Allensbacher Computer- und Telekommunikations-Analysen,
ACTA 1999 und ACTA 2002

 

Daß das Handy nicht nur zum Telefonieren benutzt wird, zeichnet sich schon seit längerem ab. Die Mehrzahl der Handynutzer (79 Prozent) - Tendenz steigend - verschickt auch Textnachrichten per SMS. Fast jedem dritten Handynutzer dient das Handy auch als Taschenrechner; auch hier: steigende Tendenz. Ebenso ist es bei der Währungsumrechnungsfunktion, bei Spielen und Terminkalendern.

An Bedeutung verlieren hingegen Funktionen wie Rufumleitung, Freisprecheinrichtung und Mailbox. Die Freude an einer möglichst großen Auswahl von Klingeltönen hat viel mit der spielerischen Anfangsfreude am Handy zu tun. In dem Maß, in dem das Handy alltäglich wird, scheint sich die Lust an solchen Spielereien zu verlieren. Vor zwei Jahren erfreuten sich noch 45 Prozent der Handynutzer an wechselnden Klingeltönen, jetzt nur noch 32 Prozent.

 

Genutzte Handyfunktionen

  Handy-Nutzer
- Auszug - 2000
%
2002
%
SMS, Kurznachrichten 66,0 79,4
Eingerichtete Mailbox 54,2 43,3
Vibrationsalarm 16,1 37,6
Adreßbuch mit gespeicherten Telefonnummern 40,9 32,6
Große Anzahl von Klingelzeichen, Anrufmelodien 44,7 32,4
Taschenrechner 17,0 30,9
Spielefunktion, eingebaute Spiele^ 18,2 29,5
Rufumleitung 33,7 27,7
Terminkalender 9,4 17,5
Makeln, Anklopfen 18,8 16,5
Währungsumrechnungsfunktion 5,9 12,6
Tragbare Freisprecheinrichtung (mit Kopfhörer) 6,9 12,3
Festeingebaute Freisprecheinrichtung im Auto 18,6 11,7
E-Mail-Funktion 14,0 9,6
EMS, zum Verschicken von Kurznachrichten mit Grafiken, Tönen etc - 8,2
WAP-Handy, mit dem man auch ins Internet gehen und Informationen aus dem Internet empfangen kann 2,6 6,3
Handy, mit dem man zu Hause im Festnetz und unterwegs im Mobilfunknetz telefonieren kann (z.B. Genion) 4,9 4,3
Faxfunktion 6,1 3,9
Integrierte Digitalkamera - 0,3
Basis: Bundesrepublik Deutschland; 14- bis 64jährige Bevölkerung
Quelle: Allensbacher Computer- und Telekommunikations-Analysen,
ACTA 2000 und ACTA 2002

   
TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION
Anzahl der Befragten:


Repräsentanz:


Zeitraum der Befragung:
10.507,
darunter 5.339 Online-Nutzer

Gesamtdeutschland,
Bevölkerung von 14 bis 64 Jahren

Januar bis August 2002
Weitere Informationen finden Sie direkt auf der ACTA-Seite

  


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